Wie Sie vorgehen sollten, um Ihre Content-Produktion zu systematisieren und so den Erfolg Ihres Content Marketings zu steigern

In 4 Schritten zur eigenen Content-Strategie

Hand draws a bridge

Die richtigen Inhalte an Ihre Zielgruppe zu verbreiten und so Reichweite zu generieren, ist ein wesentlicher Schritt innerhalb einer funktionierenden ↘Content Marketing-Strategie.

“Richtig” bedeutet, es muss sich für Ihre Nutzer um relevanten Inhalt handeln, sprich: Sie müssen die Kenntnis haben, vor welchen (beruflichen) Herausforderungen und Fragen sie stehen und Ihnen darauf möglichst konkrete Lösungswege aufzeigen. Das heißt, Sie müssen zunächst die Sachverhalte kennen und entsprechenden Content in den richtigen Formaten produzieren.

Und damit Sie am Ende Erfolg haben und Ihre Inhalte auf die verschiedenen Stufen Ihres Sales-Funnels (z.B. in Form eines “Veredelungslifts) einzahlen, benötigen Sie einen Plan, wie, wo und welchen Content Sie für Ihr Unternehmen beschaffen. Aber wird eine entsprechende Content-Strategie aufgebaut?

Das erklärt dieser Artikel:

1. Themen/Formate: Wo und wie finden Sie neue Ideen und Formate?

2. Beschaffung:

3. Der Erstellungsprozess: Wie kann ein Redaktionsplan aussehen und welche Nutzen haben Minimum Information Units (MIUs)

4. Ziele und Erfolgsmessung: Wie lauten Ihre Content Goals und welche KPIs verwenden Sie?

5. Bonus-Tipp: Die 3 “C’s” einer erfolgreichen Content-Strategie

Wie Sie die genannten Aspekte auflösen und somit eine funktionierende Strategie entwickeln können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

1. Wie Sie Themen und Formate finden, die Ihre Zielgruppe interessieren

Der Fokus im ↘Content Marketing liegt immer auf den Bedürfnissen der Zielgruppe. Für Ihre Inhalte bedeutet das: Die Frage nach den Thematiken und den richtigen Formaten klärt sich mit einer Analyse Ihrer Nutzer. Indem Sie beispielsweise das Konzept der ↘Buyer Personas verwenden, erhalten Sie einen Steckbrief der stereotypischen Vertreter Ihrer potenziellen Kunden. Dadurch wissen Sie, welche Schwierigkeiten Ihre Nutzer meistern müssen, wie ihr Informationsverhalten aussieht und welche Tonalität sie präferieren. Daraus wiederum lassen sich Rückschlüsse auf Ihre Content-Erstellung ziehen.

Ein Beispiel:

Aus Ihrer Analyse ergibt sich, dass sich ein Teil Ihrer Zielgruppe mit folgender Buyer Persona charakterisieren lässt:

Anna Allrounder ist Assistentin der Geschäftsführung in einem kleine bis mittelständischen Betrieb. Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig und ihr primäres Ziel ist es, die von ihrem Chef vorgegebenen Deadlines einzuhalten. Somit spielt für sie das Thema Zeit- und Projektmanagement eine wesentliche Rolle. Zudem gibt Anna an, dass sie sich zwar gerne tiefer über bestimmte Teilbereiche informieren möchte, das aber im Alltag nicht schafft (Stichwort Zeitmangel!).

Allein diese Informationen sind wichtige Hinweise für Ihre Content-Strategie. Themen, mit denen Sie Anna erreichen können, sind beispielsweise Organisation, Zeitmanagement und Optimeriun von Arbeitsabläufen. Auch bei der Wahl des Formats lässt aus dem oben beschriebenen “Steckbrief” schließen, das sie prägnante und kompakte Informationen, z.B. in Listenform, gegenüber langen und komplexen Texten bevorzugt.

Neben diesen Erkenntnissen können Sie auch aus Ihrem ↘Keyword-Universe Anfragen identifizieren. Als Differenzierungsmerkmal gilt dabei das Suchvolumen sowie, ob der Suchbegriff langfristig aktuell ist. Gerade der zweite Aspekt ist ein wichtiger Faktor, damit Sie stetig ↘Traffic für Ihre Seite generieren, den Sie dann monetarisieren können. Gleichzeitig zahlt dieser sogenannte ↘Evergreen-Content auf Ihre SEO-Sichtbarkeit ein, sodass Sie wieder besser im Netz gefunden werden.

Im Keyword-Universe sammeln Sie alle relevanten Suchbegriffe (sogenannte Primaries) Ihrer Nutzer inklusive deren semantisch verwandten Keywords. Die Auswahl der Primaries können Sie durch das Suchvolumen eingrenzen (z.B. nur Keywords mit einem durchschnittlichen monatlichen Suchvolumen von 100 Anfragen). Als Tool eignet sich entweder der ↘Google Keyword Planner (allerdings nur noch mit ausführlichen Daten nutzbar, wenn Sie eine echte Kampagne abschließen) oder das SEO – Tool ↘Searchmetrics. Nachdem Sie also zu jedem Primary die entsprechenden angrenzenden Keywords eingefügt haben, erhalten Sie eine Übersicht von mehreren tausend Suchbegriffen, die Ihr Publikum verwendet.

Diese lassen sich dann in Oberthemen clustern, zu denen sich jeweils Unterkategorien finden. Alles zusammen bildet somit die Grundlage für Ihre Contentplanung, da Sie jetzt Themen und die dazugehörigen angrenzenden Beeiche kennen, wodurch sich enstpechende Inhalte ableiten lassen. Zudem ist es möglich, Evergreens zu identifizieren und für sich zu nutzen.

Empfehlung: Schritt für Schritt zum eigenen Keyword Universe – jetzt hier lesen!

Bei der Frage nach wirksamen Formaten unterstützt Sie einerseits, wie bereits erwähnt, Ihre Zielgruppenanalyse. Andererseits lohnt es sich, bei Oberthemen zu recherchieren, wie der Wettbewerb diese aufbereitet und wie hoch die Aufrufe auf verschiedenen Plattformen sind. Das Tool ↘Buzzsumo ermöglicht es beispielsweise schon in der kostenlosen Version, die Posts auf Facebook, Twitter, Google +, Pinterest und LinkedIn zu einem eingegebenen Suchbegriff nach dem Format zu filtern. Daneben müssen natürlich die “allgemeinen Trends” beobachtet werden, z.B. die Bedeutung von Videos oder Infografiken speziell auf Social Media.

Wie Sie Ihre Artikel aufbauen und ob Bewegbild bei Ihren Nutzern ebenfalls besser wirkt als reiner Text, zeigt sich selbstverständlich auch in den gemessenen Ergebnissen Ihrer Anstrengungen. Diese sind die beste Methode, um Optimierungspotenzial zu erkennen.

2. Wie Sie Ihren Content beschaffen

Nachdem Sie also durch das Keyword-Universe eine Themenübersicht haben, folgt die eigentliche Content-Produktion. Dazu muss zunächst geklärt werden, ob Sie diese intern abwickeln oder extern an eine Agentur vergeben. Hierbei spielen die existierenden Ressourcen sowie das Know-How in Ihrem Unternehmen eine wesentliche Rolle.

Vorhandener Content

Insbesondere, wenn Sie sich für die interne Lösung entscheiden, besteht der erste Schritt darin zu sichten, ob in Ihrem Unternehmen bereits Content vorhanden ist, der sich für eine Veröffentlichung eignet. Gerade bei Unternehmen in
Nischenmärkten ist es oft der Fall, dass hier fundierte und hilfreiche Informationen bereits existieren. Denn häufig sind die angebotenen Produkte sowie Dienstleistungen komplex und somit stark erläuterungsbedürftig. Der Content erfüllt daher die Anforderung, dem potenziellen Kunden bei seinen Herausforderungen zu unterstützen und ist qualitativ hochwertig.

Es gibt diverse (mehr oder weniger offensichtliche) Quellen in Unternehmen, die Ihnen solchen Inhalt bieten, wie z.B.:

FAQs (Frequently Asked Questions)

Auf den meisten Websites finden Sie FAQs bzw. die Rubrik “Häufig gestellte Fragen”, wodurch Website-Besucher viele Antworten finden, bevor sie sich direkt an den Kundenservice wenden müssen. Diese Liste bietet einige Aspekte, die Sie in anderen Formaten ausführlich behandeln können und von denen Sie bereits wissen, dass sie gesucht werden.

Kundenservice

Der Kundenservice knüpft automatisch an das Thema im oberen Punkt an. Auch hier sammeln sich große Mengen an “Kundenproblemen” an, die in die Themenplanung mit aufgenommen werden können.

Sales-Team

Ebenso in Ihrer Verkaufsabteilung schlummern möglicherweise unentdeckte Content-Potenziale. Darunter können Unterlagen für Kundengespräche, Präsentationen oder Informationsmappen fallen. Auch daraus lassen sich Themen finden, die Sie dann zur Reichweitengenerierung verwenden sollten.

Ein Großteil dieses Contents lässt sich mit wenig Aufwand fast eins zu eins für Ihren Blog und andere Distributionskanäle (Stichwort Social Media) einsetzen, wodurch Sie Zeit und ebenso Geld sparen. Natürlich sollten Sie bei der Sichtung der Inhalte auch immer die Erkenntnisse aus Ihren verschiedenen Analysen, allen voran der der Zielgruppe, beachten.

Eigener versus kuratierter Inhalt?

Indem Sie also interne vorhandene Quellen für Ihre Content-Produktion nutzen, verringern Sie den Aufwand für die betroffenen Mitarbeiter. Die so gewonnenen freigewordenen Kapazitäten eignen sich dafür, mehr neuen originären Content zu erstellen. Denn dieser ist wichtig, um die Kompetenz sowie die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke zu präsentieren und zu stärken. Das ist schließlich das Vehikel, mit dem Sie User zuerst zu Leads und später zu Käufern konvertieren.

Ihre Deutungshoheit können Sie ebenso weiterentwickeln, wenn Sie sich als die allumfassende Quelle in Ihrer Nische positionieren. Und dieses Ziel erreichen Sie, wenn Sie ebenfalls auf Fremdinhalte verweisen. Mit dem ↘Kuratieren minimieren Sie den Aufwand für Ihr Publikum, selbst nach relevanten Meldungen aus Ihrer Branche zu suchen. Denn sie finden die die vorselektierten Informationen bei Ihnen auf der Seite. Folglich werden Sie zu der zentralen Anlaufstelle, wenn es um fundierten Content geht.

Empfehlung: Alles, was Sie über das effektive Kuratieren von Inhalten wissen müssen, erfahren Sie jetzt hier!

Zudem helfen Ihnen kuratierte Beiträge dabei, die “kritische Masse” zu erreichen, wodurch Sie überhaupt erst in das Mind Set der User aufsteigen. Dieses Ziel wird schwieriger, wenn Sie nur eigene Inhalte anbieten (insbesondere, wenn Sie über knappe Ressourcen verfügen) und entsprechend leichter, sobald Sie zusätzlich Auskünfte aus anderen Quellen sammeln und anbieten.

Fazit: Beide Disziplinen sind für eine wirksame Content Strategie elementar. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen eigenem und kuratiertem Content führt außerdem zu einem effektiveren und effizienteren Arbeitsprozess.

3. Die Erstellung: Der Redaktionsplan und die Bedeutung von Minimum Information Units (MIUs)

Nachdem Sie nun die Themen und Formate kennen, die Ihre Zielgruppe präferiert, sind Sie in der Lage, einen Redaktionsplan zu erstellen. Dieser beinhaltet auf Tages-, Monats- und Jahresbasis sämtlichen Inhalt, den Sie veröffentlichen wollen. Dadurch haben Sie immer im Blick, was Sie wann ausspielen. Dadurch gewährleisten Sie, dass regelmäßig Neues auf Ihrer Seite erscheint. Das wiederum ist ein elementarer Faktor, damit Sie in die Wahrnehmung der User gelangen und so Ihre Markenbekanntheit steigern. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die gesamte Strategie sowohl effektiver wie effizienter wird. Und das spart sowohl Zeit als auch letztlich Geld.

Für die Erstellung eines Redaktionsplans gibt es verschiedene Templates und Tools, die diesen Prozess unterstützen. Die einfachste Form besteht darin, ein Excel-Sheet mit folgenden Informationen zu erarbeiten:

  • Datum
  • Uhrzeit
  • Titel des Beitrags/Videos/Infografik/Bild
  • Verfasser
  • Art des Contents (Artikel, Infografik, Video, etc.)

Alle diese Punkte können Sie selbstverständlich auch im Outlook-Kalender führen und sich Ihre Aufgaben gleich als Termine einstellen oder an Teammitglieder versenden. Die Wahl eines geeigneten Systems ist in der Regel abhängig von der Größe des Teams und dem zu Verfügung stehenden Budget.

Minimum Information Units (MIUs)

Wenn Sie diese Aufgabe erledigt haben, dann geht es an das Schreiben, Gestalten oder auch bei Videos an das Schneiden Ihrer Inhalte. Aber auch hier können Sie noch einen Schritt zwischenschalten, der Ihnen im weiteren Verlauf Zeit und Kosten spart. Und zwar, indem Sie im Vorfeld jedes Thema nach sogenannten Minium Information Units (MIUs) aufbereiten.

Jedes dieser Content-Stücke kann man sich als einzelne Lego-Bausteine vorstellen, die in sich inhaltlich abgeschlossen sind. “Zusammengebaut” ergeben diese Bausteine z.B. einen gesamten Artikel, also eine Information Unit (IU). Der Vorteil ist, dass Sie so aus einer Thematik viele verschiedene Content-Arten kreieren , die Sie dann auf zahlreichen Kanälen einzeln ausspielen können. Sie optimieren somit Ihre Produktion und sprechen durch die vielfältige Aufbereitung der gleichen Thematik unterschiedliche Personas an. Und das erhöht die Chance auf eine größere Wahrnehmung und damit Reichweite.

Was MIUs sein können, zeigt die folgende Grafik:

MIUs
Aus welchen MIU (Minimum Information Units) eine einzige IU (Information Unit) bestehen kann, zeigt dieses Bild. (Für eine vergrößerte Ansicht, klicken Sie auf das Bild)
Als Beispiel dient wieder unsere fiktive Buyer Persona Anna Allrounder: Die Recherche hat, wie bereits erwähnt, ergeben, dass sie einen großen Bedarf an Inhalten zum Zeitmanagement hat. Bevor Sie nun diesen Sachverhalt mit nur einem Beitrag “erschlagen” (also eine IU), sollten Sie sich überlegen, welche Details Sie dazu sammeln und wie Sie diese aufbereiten können (also MIUs bauen). Die Strategie sieht demnach vor, dass Sie einzelne Informationseinheiten vorbereiten, aus dem dann z.B. letztlich der gesamte Artikel besteht (=IU).

Zunächst zum Titel des Beitrags:

13 Tipps, wie Sie Ihr Zeitmanagement im Job optimieren (=Information Unit)

Die Grundlage dieses Beitrags bildet ein Interview mit einem Coach für Zeitmanagement. Für den Blog-Post nehmen Sie dieses mit Ihrem Smartphone auf, woraufhin Sie eine Video sowie eine Audio-Datei erhalten. Somit haben Sie bereits folgende zwei MIUs:

  • Audio
  • Video

Das Bewegbild eignet sich für einen Clip in Ihrem YouTube-Kanal. Entweder Sie stellen das Interview komplett zur Verfügung oder aber Sie schneiden es in einzelne Sequenzen. Diese können Sie dann auf anderen Plattformen (z.B. Facebook) verbreiten. Aus der Ton-Datei ist es zusätzlich möglich, einen Podcast zu kreieren und zum Download anzubieten. Mit beiden MIUs (Video und Audio) sind Sie in der Lage, entweder bereits vor Erscheinen Ihres eigentlichen Artikels Aufmerksamkeit zu erzeugen oder im Nachgang in bestimmten Zeiträumen wiederholt darauf zu verweisen.

Einzelne Statements aus dem Interview genauso wie gegebenenfalls Bilder sind ebenfalls MIUs, die sich in regelmäßigen Abständen auf Twitter, Instagram, Facebook und weiteren sozialen Medien distribuieren lassen.

Bei den einzelnen ausführlichen “Tipps”  in Ihrem Blog-Post besteht die Option, eine Infografik zu bauen und so einen zusätzlichen visuellen Mehrwert zu erzeugen. Eine andere Möglichkeit ist, aus dem Content eine Checkliste als Übersicht zu erstellen und zum Download (zur Lead-Generierung) gegen Adresse anzubieten.

Jede MIU zahlt folglich auf Ihren Blog-Post ein und unterstützt dabei, stetig Traffic für den Beitrag und damit für Ihre Website zu generieren.

Dieses Konzept der MIUs macht deutlich, dass Sie das Potenzial eines Topics maximal ausschöpfen können, wodurch Ihr Content Marketing an Effektivität und Effizienz gewinnt.

4. Warum Sie Content Goals vergeben sollten und wie Sie Ihre Ziele messen

Einher mit der Erstellung von MIUs geht die Frage, welches Ziel Sie mit jedem der Content-Bausteine verfolgen: Wollen Sie mit Ihrem Beitrag Aufmerksamkeit erregen (Stichwort Awareness) oder doch eher schon Leads generieren? Oder ist der Artikel dazu gedacht, den Leser zum Kauf zu animieren? Denn jeder Content muss entsprechend produziert und beschaffen sein, um letztlich Ihre übergeordneten Content Marketing Ziele zu erfüllen.

Es wird daher deutlich: Die Content Goals leiten sich aus Ihrem vorher definierten Content Marketing Funnel ab, der beispielsweise die Form eines “Veredelungslifts” haben kann:

Indem Sie jedem Inhalt ein Ziel, abgeleitet aus dem Schaubild, zuordnen, ist auch der Erfolg Ihrer Anstrengungen leichter messbar. Vorausgesetzt, Sie vergeben gleichzeitig entsprechende KPIs.

Es gibt jedoch ebenso Ziele im Content Marketing, die Sie als Voraussetzung für einen funktionierende Marketing Funnel erfüllen müssen. Nämlich Reichweite und
Visibility. Des Weiteren müssen Sie Engagement bei Ihrem Publikum erzeugen, wozu sich insbesondere Social Media eignet. Erst dann ist es möglich, Personen zu weiteren Transaktionen zu animieren und so die Conversion-Rate zu erhöhen sowie letztlich Umsatz zu generieren.

Vor diesem Hintergrund kann eine Zuordnung von Content-Zielen mit den dazugehörigen Messgrößen wie folgt aussehen:

Content Goal Matrix
In der Content Goal Matrix legen Sie fest, welche Stufe innerhalb Ihres Marketing-Funnels Sie mit welchem Baustein erreichen wollen und wie Sie Ihren Erfolg messen
Sie sehen hier auf der oberen X-Achse die Content Goals Reichweite, Sichtbarkeit, Engagement, Conversions und Umsatz. Links abgetragen finden Sie die einzelnen MIUs sowie die gesamte Informationseinheit (IU, z.B. der Artikel auf Ihrem Blog). Nun tragen Sie ein, welcher Content-Baustein für welches der Ziele einen Beitrag leisten soll und wie Sie dies messen.

Beispiel:

Ihr Interview als Podcast soll Conversions generieren. Eine der Messgrößen ist die Anzahl der in einem bestimmten Zeitraum getätigten Downloads (z.B. innerhalb eines Monats), bei denen die Email-Adresse angegeben werden muss.

Anhand der Matrix wird ersichtlich, an welchen Stellen noch Optimierungspotenzial vorhanden ist und ob Sie zu viele oder auch zu wenige Themen für die bekannten übergeordneten Kategorien des Sales-Funnels, nämlich “Awareness”, “Retain” oder “Monetize”, publizieren. Schließlich benötigen Sie für jede Stufe den entsprechenden Inhalt, um so die Conversions zu erhöhen und damit am Ende die gewonnen Reichweite zu monetarisieren. Diese Matrix dient somit dazu, Ihr angestrebtes Gesamtergebnis Ihres Content Marketing zu erreichen. Denn es gilt:

Inhalte ohne konkrete Zielsetzung sind Ressourcen-Verschwendung!

Fazit: Nur strategische Content-Erstellung führt zum Erfolg

Genauso wie Sie eine dokumentierte Strategie für Ihr Content Marketing haben sollten, müssen Sie auch den Prozess rund um die Produktion Ihres Contents planen und notieren. Analysen zur Zielgruppe und deren Suchverhalten bilden dabei den Ausgangspunkt und sollten stets aktualisiert werden. Auf dieser Grundlage können Sie dann Content in Form von gesamten Informationseinheiten sowie MIUs gestalten. Der Vorteil liegt darin, dass Sie so in der Lage sind, eine Thematik für verschiedene Buyer Personas aufzubereiten. Das erhöht wiederum die Chance auf mehr Reichweite, Engagement und ebenso Conversions.

Ebenso wichtig ist die Vergabe von Zielen und Kennzahlen für jedes einzelne Content-Stück, da Sie erst dadurch sowohl die Effektivität als auch die Effizienz des Arbeitsschritts erkennen. Und natürlich wird ebenso Optimierungspotenzial schneller und frühzeitig ersichtlich.

Alles zusammen ermöglicht Ihnen eine dokumentierte Content-Strategie, wesentliche Wettbewerbsvorteile in Ihrer Nische zu erlangen und so im Ergebnis mehr Umsatz zu erwirtschaften.

Bonus Tipp: Die 3 “Cs” einer effektiven Content-Strategie

Die Entwicklung einer eigenen Content-Strategie ist entscheidend, wenn Sie im Content Marketing erfolgreich sein wollen. Nicht zuletzt deshalb, um Zeit und Geld zu sparen. Und laut ↘Jeff Rum ist der Aufbau eines entsprechenden “Fahrplans” noch nicht mal unbedingt langwierig und schwer sein. Denn sein Fokus liegt auf 3 wesentlichen Elementen, die in keiner Content-Strategie und vor allem nicht bei der Produktion der Inhalte fehlen dürfen.

Um welche 3 Faktoren, laut Jeff die 3 “C’s”, es sich handelt, erklärt er in seinem Blog-Post “3 Keys to a Killer Content Strategy” auf socialmediatoday.com:

Quelle: 3 Keys to a Killer Content Strategy auf socialmediatoday.com

1. Ist Ihr Inhalt konsistent? (consistent)

Sie vertreten mit Ihrer Marke und Ihrem Unternehmen bestimmte Werte und Ansichten. Und indem Sie dazu passenden Content publizieren, transportieren Sie diese an Ihre Zielgruppe. Auf diesem Weg wollen Sie Ihre User für sich einnehmen und begeistern. Allerdings ist das nur möglich, wenn Sie auch auf jedem Kanal “Ihrer Linie treu bleiben”. Natürlich müssen Sie Inhalte, Formate und Bilder an die Spezifikationen jedes einzelnen Social Media-Netzwerks anpassen. Jedoch darf dabei keine Uneinheit entstehen, was Ihre “Botschaft” angeht. Denn das führt zu Verwirrung in Ihrer Community und im schlimmsten Fall zu Imageverlusten, da Sie unglaubwürdig wirken. Deshalb: Stellen Sie sicher, dass Sie keine widersprüchlichen Inhalte zu Ihrer Markenbotschaft verbreiten. Das gilt für eigene als auch für kuratierte Informationen.

2. Ist Ihr Content an Ihre relevanten Verbreitungskanäle angepasst? (customized)

Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Content Marketing ist, dass Sie Ihre Inhalte auf die für ↘Sie relevanten Kanäle abstimmen. Auf Facebook müssen Sie andere Inhalte und anders kommunizieren, als es auf Pinterest, Instagram oder LinkedIn der Fall ist. Denn nur eine gezielte, auf die Social Media-Plattformen und deren User angepasste Ausspielung des Contents kann zu mehr Shares und Engagement führen. Deshalb sollten Sie stets im Blick haben, was Sie wann wo distribuieren, um so auch frühzeitig Optimierungspotenzial zu erkennen.

3. Ist Ihr Inhalt nützlich? (constructive)

Das dritte der drei “Cs” für eine funktionierende Strategie erfordert, dass Ihr Content stets einen Nutzwert für Ihre Community darstellt. Und das bedeutet gleichzeitig, dass Sie stets ein Ziel für jedes Ihrer Content-Stücke vergeben sollten: Wollen Sie mit Ihrem heutigen Beitrag eher “erziehen” oder informieren? Oder handelt es sich vielmehr um einen unterhaltenden Content? Bevor Sie Informationen in den verschiedenen sozialen Medien verbreiten, sollten Sie immer wissen, welchen Mehrwert jeder Content-Baustein für Ihren User hat.

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