Was Sie beim Einrichten Ihres Channels auf youtube.com beachten sollten und ob das Kaufen von Youtube-Abonnenten sinnvoll ist

Wie erstelle ich einen eigenen YouTube-Channel für mein Unternehmen?

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Mit 53% Marktanteil, gemessen an den Unique Usern, schlägt YouTube alle anderen Videoportale und ist mit 4. Mio. aktiven Nutzern in Deutschland, neben Facebook, LinkedIn, Xing und Twitter, eine bedeutende Social Media Plattform. Nach einer aktuellen Studie des 1. Arbeitskreises Social Media B2B nutzen 66% der deutschen Unternehmen das Portal und geben an, das sich dessen Wichtigkeit für Firmen in den nächsten zwei Jahren verstärken wird. Zudem nimmt YouTube nach Google Platz 2 bei den Suchmaschinen ein.

Dass Bewegtbilder insgesamt immer beliebter bei den Nutzern von Social Media Plattformen sind und daher auch gerne geteilt werden, ist bereits bekannt. Nicht umsonst legt Facebook immer stärker seinen Fokus auf Videoinhalte. Die starke Dominanz von YouTube unter den Video-Plattformen und die hohe Relevanz als Suchmaschine zeigen deutlich, dass es für Unternehmen wichtig ist, auch hier sichtbar zu werden, zu sein und vor allem zu bleiben. Denn dies kann dazu genutzt werden, neue Nutzer zu gewinnen, folglich auch den Traffic auf der eigenen Website und letztlich die Conversion zu erhöhen.

Es stellen sich daher mehrere Fragen:

So erstellen Sie Ihren eigenen YouTube Channel

1. Account erstellen

Auf der Startseite von www.youtube.com können Sie, wenn Sie nicht bereits registriert sind, über Ihren Google-Account ein eigenes Konto einrichten. Dazu klicken Sie rechts oben oder unten links auf „Anmelden“,

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Bevor Sie einen YouTube-Kanal erstellen, müssen Sie sich registrieren bzw. anmelden. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

worauf sich automatisch Ihr Google-Account zur Anmeldung öffnet.

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Nach der Eingabe Ihres Google-Passworts sind Sie automatisch auf youtube.com angemeldet und gelangen wieder auf die Startseite.

2. Eigener oder Unternehmenskanal?

Nachdem Sie nun registriert sind, können Sie jetzt Ihren eigenen Kanal anlegen. Dazu klicken Sie in der linken Navigationsleiste auf „Mein Kanal“.

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Nachdem Sie eingeloggt sind, können Sie einen eigenen YouTube-Channel erstellen. Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Daraufhin öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie aufgefordert werden zu entscheiden, ob Sie den YouTube Channel als „eigene Person“ oder als „Unternehmen/sonstige Namen“ verwenden möchten.

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Wenn Sie den Button „Unternehmen/sonstige Namen“ auswählen, öffnet sich ein weiteres Fenster, bei dem Sie nun den Kanalnamen (Der Name ist sehr wichtig, vor allem in Hinblick auf die Auffindbarkeit) sowie die Kategorie festlegen müssen. Durch das Erstellen eines Channels für Unternehmen generiert sich automatisch eine Google+-Seite, wodurch beides miteinander verknüpft ist.

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Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild.

Mit einem Klick auf „Fertig“ ist Ihr YouTube Channel erstellt.

3. Die Grundeinstellungen

Das Grundgerüst haben Sie nun. Jetzt fehlen –neben den Clips – zunächst vor allem die Basisinformationen für einen angemessenen Auftritt.

Als erstes müssen Sie entscheiden, welches Kanalbild und –Symbol für den Zuschauer erscheinen soll. Dazu klicken Sie direkt auf „Kanalbild auswählen“ oder oben rechts auf den „Stift“. Mit diesem können Sie später Ihr Titelbild gegebenenfalls abändern.

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Indem Sie auf den rot eingekreisten Stift klicken, können Sie Ihr Kanalbild (rot umrahmt) auswählen bzw. verändern. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Beim Festlegen eines geeigneten Kanalbildes empfiehlt YouTube:

  • Empfohlene Bildgröße: 2560 x 1440 Pixel
    • Die Mindestgröße beträgt 2048 x 1152 Pixel.
    • Das ausgewählte Bild wird – je nach Gerät – unterschiedlich angezeigt.
    • Es gib einen sogenannten „Sicherheitsabschnitt“, in dem Logo und Text nicht abgeschnitten werden: 1546 x 423 Pixel (ausgehend von der Mitte des Bildes).
    • Dieser Sicherheitsbereich wird auf jedem Gerät entsprechend skaliert.
  • Dateigröße: max. 4 MB
  • Dateiformat: JPEG, PNG, GIF, BMP (keine animierten GIFs)
  • YouTube bietet Vorlagen, mit denen die Bilder angepasst werden können.

Hier die wesentlichen Infos als praktische Checkliste:

Bildmaße für Kanalbild auf Youtube
Alle wesentlichen Infos, was Sie beim YouTuba-Kanalbild beachten sollten

Das Kanalbild sollte den Zuschauern möglichst auf einem Blick zeigen, was sich hinter Ihrem Channel verbirgt. Daher sollten Sie sich hier genau überlegen, was Sie als Bild einsetzen – was hat einen hohen Wiedererkennungswert (z.B. Ihre Marke) und gleichzeitig Aussagekraft? Nicht zu vergessen ist, dass im Titelbild auch Text eingebunden werden kann, wobei hier für eine optimale Darstellung auf allen Geräten auf die Einhaltung des Sicherheitsbereichs geachtet werden muss. Denn die Zugriffszahlen über Handy und Apps steigen stetig, sodass eine angepasste Darstellung als “Must Have” zu verstehen ist.

Neben dem Titelbild spielt auch – teilweise sogar mehr – das Kanalsymbol eine wichtige Rolle. Denn dieses ist das erste „Bild“ von Ihnen, was das Publikum erhält, sobald es einen Clip von Ihnen abruft, und erscheint immer neben der Beschreibung. Sie finden es zudem oben links innerhalb Ihres Kanalbildes. Mit einem Klick können Sie es festlegen, wozu Sie zu Ihrem Google+ Account geleitet werden, da das Profilbild Ihres Accounts mit dem Kanalsymbol identisch ist.

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Beim Kanalsymbol (rot umrahmt) finden Sie ebenfalls das Stiftsymbol, mit dem Sie dieses anpassen können. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Insbesondere beim Kanalsymbol sollten Sie ein klar erkennbares Bild auswählen, das der Nutzer schnell und einfach mit Ihnen assoziieren kann. Die Maße betragen 200 x 200 Pixel und das Symbol wird, je nachdem, ob es auf einem Android oder IOS-Gerät erscheint, als Quadrat oder Kreis angezeigt.

Sowohl beim Kanalbild und–symbol als auch beim gesamten Design Ihres Channels kann das Corporate Design Ihrer Marke / Ihres Unternehmens genutzt werden. Damit erhöhen Sie den Wiederkennungswert beim Publikum. Weiterhin besteht immer die Möglichkeit, die Bilder anzupassen, z.B. an die Jahreszeit oder eine bestimmte Veranstaltung. Dabei sollten allerdings folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Der Wiedererkennungswert sollte für die Zuschauer erhalten bleiben
  • Wie wirkt sich ein regelmäßiges Austauschen der Bilder auf die Zielgruppe aus?
  • Erwarten Ihre Kunden sogar, dass sich Ihr Bild und Symbol in bestimmten Abständen ändert, z.B. nach saisonalen Faktoren oder Branchenevents?

Natürlich bietet die Verwendung immer neuer Bilder auch Chancen, sich dadurch bei den Nutzern ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Eine Option besteht darin, passende Abbildungen zu einer Reihe Ihrer Videoinhalte einzustellen und dadurch den immer wieder zu „überraschen“.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil Ihres Außenauftritts stellt die Beschreibung dar. Diese ist insbesondere relevant im Hinblick auf Ihre Auffindbarkeit im Web.

Sie finden diese unter Kanalinfo, wo Sie ebenfalls Ihre geschäftliche Emailadresse, Links und Ihr Land festsetzen können.

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Hier können Sie sowohl Ihren Kanal mit entsprechenden Keywords darstellen als auch Kontaktdaten und Impressum angeben. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Im Einzelnen bedeutet das:

1. Beschreibung:

  • Maximal 1.000 Zeichen
  • Kurz und prägnant
  • Konkrete Darstellung, was die Zuschauer zu erwarten haben.
  • Verwendung von relevanten Keywords für eine höhere Sichtbarkeit.
  • Es können auch Links eingebaut werden, allerdings findet sich unter “Details” (siehe nächster Punkt) dazu eine Extra-Möglichkeit.
  • Einbindung des Impressums

Wichtig: Auch auf Ihrem Channel muss für die Zuschauer das Impressum schnell auffindbar sein. Daher sollten Sie dieses in der Beschreibung aufführen, z.B. durch eine Link, der auf das Impressum Ihres Unternehmens / Ihrer Marke / Ihres Produkts leitet. Dabei ist zu beachten, dass dann im Impressum auf Ihrer Website erwähnt werden muss, das dieses auch für den YouTube-Kanal gilt.

2. Details

  • Unter den „Details“ sind die Emailadresse, das Land und ebenso Links anzulegen.
  • Diese Infos sind öffentlich sichtbar.
  • Emailadresse: Hier können Sie als Kontaktmöglichkeit für das Publikum die Emailadresse Ihres Unternehmens hinterlegen.
  • Land: Legen Sie hier Ihr Länderkennzeichen fest.
  • Links: Unter diesem Reiter können Sie Verlinkungen angeben, wie z.B. zu Ihrer Website oder zu Ihren anderen Social Media Accounts, die durch ihre jeweiligen Icons angezeigt werden. Bis zu fünf Links erscheinen im Kanalbild (sogenannte “Overlays”), alles darüber hinaus ist dann nur unter “Kanalinfos” sichtbar. Weiterhin kann hier ebenfalls das Impressum verlinkt werden.

Gerade den Link zur Website sollten Sie auch bei jedem Clip– wenn möglich – einbinden, da Sie so die Nutzer auf Ihre Homepage ziehen und damit Ihren Traffic erhöhen, was wiederum für die (Google)- Sichtbarkeit wichtig ist. Gleiches ist natürlich auch für Twitter, Facebook, LinkedIn & Co. möglich.


Eine kleine Zusammenfassung der eben beschriebenen Schritte zum eigenen YouTube-Kanal, finden Sie hier in besten vorm zum “Über-den-Schreibtisch-hängen”:

YouTube_Kanal_Anleitung_Kleiner
Ihre Checkliste für den eigenen YouTube-Kanal (Klicken Sie auf das Bild für die vollständige Größe)

Hochladen von Video-Inhalten

Nachdem Sie Ihren Channel angelegt haben, können Sie Ihre ersten Videos hochladen. Dazu befindet sich bereits auf der Startseite von YouTube der entsprechende Pfeil:

Button zum Upload von Videos auf Youtube

Danach öffnet sich ein Fenster, indem Sie entweder Ihr Video hineinziehen oder auf den Pfeil-Button klicken und Ihre Datei auswählen. Außerdem können Sie gleich festlegen, ob Ihr Clip öffentlich, nicht gelistet privat erscheinen soll. Eine entsprechende Voreinstellung können Sie unter “Standard-Upload” (siehe nachfolgenden Punkt) festlegen.

Während das Video hochgeladen wird, können Sie alle wichtigen Informationen zu Ihrem Clip hinzufügen:

Wichtige Infos beim Upload von YouTube-Videos

Vorschaubild

Das Vorschaubild Ihres Videos wird automatisch erstellt. Es kann allerdings auch von Ihnen durch eine andere Abbildung ersetzt werden. Dazu lediglich auf das Bild klicken.

Video-Titel

Gerade in Hinblick auf die Auffindbarkeit Ihrer Videos bei YouTube und ebenso bei Google, ist der Titel Ihres Clips entscheidend. Daher sollten Sie hier relevante Keywords verwenden. Dadurch erhöhen Sie Ihre SEO-Visibility.

Beschreibung

Die Beschreibung hingegen ist weniger wichtig für Ihre Sichtbarkeit auf dem Netzwerk und im Web. Sie sollten kurz und knapp erklären, welches Thema Ihr Video behandelt – denn YouTube-User sind “lesefaul”.

Tags

Tags bilden die “Oberthemen” ab, die Sie mit Ihrem Video-Inhalt bedienen wollen. Daher ist es wichtig, bei den Schlagwörtern relevante Begriffe zu wählen und keine sogenannten “Fake-Tags”. Das kann die User Experience extrem verschlechtern, da der Nutzer eine Erwartung an Ihren Clip hat, der jedoch nicht erfüllt wird. Denn Sie zeigen in Ihrem Video nicht das Thema, mit dem Sie den Content vertaggt haben.

Thumbnail

Thumbnails sind die “Vorschau”-Clips, die der Nutzer auf YouTube sieht. Hier erhalten Sie verschiedene Vorschläge von YouTube, können jedoch auch eine eigene Thumbnail einfügen.

Playlist

Gerade wenn Sie mehrere Videos auf Ihrem Kanal bereits verwalten, sollten Sie Playlists erstellen. Darunter können Sie dann alle Videos zu einem Themenkomplex “sammeln”. Bereits beim Upload sind Sie dann in der Lage, den Clip einer Playlist zuzuordnen.

Sobald Sie alle relevanten Informationen eingefügt haben und der Upload abgeschlossen ist, klicken Sie auf “Fertig” (roter Pfeil in obiger Abbildung). Sie finden nun Ihr Video im “Creator Studio”, in dem Sie es gegebenenfalls weiter bearbeiten können. Zudem ist es auch nach dem Hochladen möglich den Status von Privat / Öffentlich / Nicht gelistet zu ändern.

Sichtbarkeit und Finanzierung Ihres YouTube Channels

Neben den Keywords in der Beschreibung, haben Sie noch weitere Möglichkeiten, die Nutzer auf sich aufmerksam zu machen. Zunächst klicken Sie oben rechts auf Ihr Kanalsymbol. Dabei öffnet sich ein Fenster, in dem Sie zu Ihren „Einstellungen“ gelangen.

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So gelangen Sie zu den YouTube-Einstellungen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Jetzt sind Sie in Ihren „Kontoeinstellungen“, wo Sie u.a. Zugriff auf den Datenschutz Ihrer visuellen Inhalte sowie die sogenannten verbundenen Konten haben.

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Hier finden Sie alle Grundeinstellungen für Ihren Channel (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Beim Letzteren können Sie Ihren Kanal, wie im Reiter vorgeschlagen, mit Twitter verbinden und dadurch gegebenenfalls eine größere Reichweite generieren.

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Sie können Ihren Kanal mit Twitter verbinden, sodass alle Videos bei Erscheinen automatisch getwittert werden. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Zudem finden Sie in der Übersicht zu Ihren Kanaleinstellungen den Button “Administratoren”.

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Sie können mehrere Administratoren für Ihren Kanal hinzufügen. (oder auch löschen) (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Das bedeutet, dass Sie weitere Personen als Administratoren hinzufügen können, die somit auch zum Upload und das Zusammenstellen von Playlists befugt sind, genauso wie für allgemeine Anpassungen des Accounts.

Unter „Zusätzlichen Funktionen ansehen“ kommen Sie zum „Creator Studio” (vorher YouTube Studio).

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Unter “Zusätzliche Funktionen” gelangen Sie zum “Creator Studio”. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Wie die Bezeichnung schon andeutet, können Sie hier unter anderem Clips erstellen (Video Tools), verwalten (Video-Manager) und sogar livestreamen (Livestreaming), wobei es sich beim Letzteren noch um eine Beta-Version handelt. Daneben lassen sich Einstellungen zu Ihren Abonnenten und den Channel bearbeiten und Sie haben Zugriff auf ein Analyse-Tool. Alle diese Funktionen haben Sie auch im „Dashboard“, das als erster Punkt in der linken Navigationsleiste angezeigt wird.

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Das Dashboard zeigt Ihnen auf einen Blick, welche Videos hochgeladen und wie viele Aufrufe getätigt wurden. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Neben den Buttons zu Produktion und Verwaltung von visuellen Inhalten, gibt es noch weitere wichtige Reiter. So erhalten Sie unter „Community“ eine Übersicht zu allen Kommentaren zu Ihren Clips sowie der Kanalseite selbst und können diese filtern:

  • Wer darf posten (jeder oder werden einzelne Personen gesperrt?)?
  • Gibt es Nutzer, deren Kommentare automatisch ausgeblendet werden sollen?
  • Werden die Kommentare zunächst überprüft und freigegeben oder erscheinen sie sofort?
  • Gibt es eine „Schwarze Liste“ von Begriffen, die nicht verwendet werden sollen? Kommentare mit Begriffen aus dieser Liste erhalten Sie zunächst zur Überprüfung und diese sind erst einmal verborgen. Bei Chatnachrichten werden diese blockiert.
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Hier können Sie u.a. Funktionen für Moderatoren und Kommentare einstellen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Ein weiterer Punkt ist “Kanal”, wo Sie ergänzende Funktionen für Ihren Channel finden. Sie erhalten hier Zugriff auf alle Funktionen, um die sich Ihr Konto erweitern bzw. spezifizieren lässt, wie z.B. die Monetarisierung.

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Unter “Kanal” finden Sie weitere wichtige Grundeinstellungen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Im Einzelnen bedeutet das:

  1. Status und Funktionen

Unter diesem Reiter erhalten Sie einen Überblick, wie Sie Ihren Channel weiter ausbauen und auch finanziell nutzen können.

Um beispielsweise dem Zuschauer die Sicherheit zu geben, dass Ihr Kanal „echt“ ist (also kein „Fake“-Account), gibt es die Verifizierung durch YouTube. Dazu finden Sie neben Ihrem Kanalnamen den Button „bestätigen“.

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Sie verifizieren Ihr Konto, indem Sie es “bestätigen” und dadurch für weitere Funktionen freischalten. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Nach einem Klick werden Sie aufgefordert Ihre Telefonnummer für die Verifizierung einzugeben. Es erfolgt entweder ein automatisierter Anruf oder Sie erhalten eine SMS (je nachdem, was Sie ausgewählt haben) unter der angegebenen Nummer, wo Sie einen Code mitgeteilt bekommen, den Sie dann in das vorgebebene Feld eingeben müssen.

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Wählen Sie aus, wie Sie Ihr Konto bestätigen wollen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Wenn alles korrekt ist, haben Sie nun einen offiziell überprüften Channel.

Diese Verifizierung ist Voraussetzung für das Aktivieren einiger Funktionen, wie z.B. den Upload von Clips, die länger als 15 Min. dauern, oder wenn Sie Ihren Kanal monetarisieren und damit beim sogenannten YouTube-Partnerprogramm teilnehmen möchten.

Als Partner erhalten Sie folgende Vorteile:

  • Monetarisierung:
    Sie können Einnahmen entweder über Werbeanzeigen in Ihren Clips, die von YouTube dort platziert werden, oder durch kostenpflichtige Abos für die Nutzer generieren. Zu beachten ist, dass das Bereitstellen von kostenpflichtigen Inhalten (also Abos) nur mit dem Wohnsitz in bestimmten Ländern möglich ist. Deutschland ist hier (momentan) nicht dabei.
  • Distribution:
    Sie können Ihre Inhalte ebenso auf andere Plattformen,z.B. Facebook, einbinden und dort auch monetarisieren.
  • Mit YouTube Analytics haben Sie immer einen Rund-um-Blick auf die Performance Ihrer Inhalte und den Einnahmen.

Wenn Sie sich für das Partnerprogramm entscheiden, muss Ihr Kanal folgenden Kriterien der Videoplattform entsprechen:

  1. Bestätigung Ihres Kanals (s.o.)
  2. Ihr Konto muss sich im sogenannten „einwandfreien Zustand“ befinden, d.h.:
    – Kein Verstoß gegen das Urheberrecht
    – Kein Verstoß gegen die Community-Richtlinien
    – Maximal ein Clipwurde weltweit durch die Content-ID gesperrt
  3. Der Kanal war nicht bereits schon für die Monetarisierung gesperrt.
  4. Bei den Clips handelt es sich um Originalinhalte.
  5. Die Inhalte sind werbefreundlich, d.h. auch für AdWords-Kunden geeignet.
  6. Alle Clips sind konform mit den YouTube Nutzungsbedingungen und Community-Richtlinien.
  7. Das von YouTube zur Verfügung gestellte Material zum Urheberrecht wurde gelesen bzw. angesehen.

Die Anmeldung zur Monetarisierung bzw. dem Partnerprogramm finden Sie unter „Status und Funktionen“. Klicken Sie auf den Button „Aktivieren“ bei Monetarisierung.

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Mit der Funktion “Monetarisieren” können Sie entweder YouTube-Partner werden und/oder bezahlte Video-Ads ausspielen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Daraufhin werden Sie informiert, ob Ihr Kanal bereits aktiviert wurde oder nicht. Beim Letzteren müssen Sie auf die Schaltfläche „Konto aktivieren“ klicken, woraufhin Sie durch einen kurzen Prozess geführt werden, an dessen Ende Ihr YouTube Channel dann für die Monetarisierung zugelassen ist.

Wichtig: Nach diesem Prozess haben Sie lediglich die Genehmigung, Ihr hochgeladenes Material kommerziell zu nutzen. Um tatsächlich „Geld zu verdienen“ müssen Sie bei einzelnen oder mehreren Videos die Monetarisierung aktivieren.

Für den Start benötigen Sie zudem ein sogenanntes „AdSense“-Konto, über das Ihre Werbeeinnahmen laufen. Falls Sie bereits ein solches Konto besitzen, müssen Sie dieses mit Ihrem Channel verbinden. Andernfalls müssen Sie sich ein AdSense-Konto anlegen, wozu Ihnen YouTube eine kurze Unterweisung zur Verfügung stellt. Jetzt können Sie die Monetarisierung beginnen. Dazu finden Sie bei jedem Ihrer Clips den Button „Mein Video monetarisieren“, der Sie durch eine kurze Anleitung führt. Diesen Schritt müssen Sie für alle Clips wiederholen, die Sie z.B. mit Werbeanzeigen versehen möchten.

Die Videoplattform stellt Ihnen unter „Status und Funktionen“ noch ein weiteres Modul vor, mit dem Sie Ihre visuellen Inhalte finanzieren können: Finanzierung durch Fans.

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Sie können Ihre Videos auch über Fans “finanzieren”, was allerdings nur in einigen Ländern möglich ist. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Hier können Fans durch freiwillige Spenden Ihren Channel unterstützen. Das Manko: Diese Funktion ist in Deutschland –noch nicht- verfügbar. Das Gleiche gilt, wie bereits erwähnt, für die Einstellung „Kostenpflichtige Inhalte“, also wenn Sie Ihre Clips gegen Gebühr oder im Abo an die Zuschauer verkaufen möchten.

2. Standardeinstellung für den Video-Upload

Wie der Name des Reiters schon verrät, können Sie hier Grundfunktionen für den Upload von jedem Clips vornehmen. Natürlich ist es möglich, diese auch später spezifisch anzupassen. Unter anderem können Sie eine bestimmte Kategorie für alle Ihre Uploads festlegen, genauso wie die entsprechenden Tags.

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Sie können einige Standards, wie Tags, Titel oder Beschreibung, für jeden Upload festglegen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

3. Inhalte herausstellen

Diese Funktion dient dazu, den Nutzer auf weitere Clips von Ihnen aufmerksam zu machen. Sie können entweder einzelne Inhalte weiterempfehlen oder ganze Playlisten, die Sie zusammenstellen. Sobald also ein User eines Ihrer Clips streamt, erscheint am Ende eine Empfehlung weiterer Inhalte von Ihrem Kanal. Es bietet demnach eine gute Möglichkeit, Ihre Abonnenten-Anzahl zu erhöhen und somit Reichweite aufzubauen.

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Playlists oder Kanal-Anzeigen sind zwei Möglichkeiten, um Ihren Content weiterzuempfehlen. (Für eine vergrößerte Ansicht, klicken Sie auf das Bild)

Als zweite Chance, Ihr Publikum zu vergrößern, bietet Ihnen youtube.com eine sogenannte Kanalanzeige: Dabei handelt es sich um eine True-View-Anzeige bzw. ein Werbevideo, welches passende Clisp vorweg einblendet und vom Nutzer nach 5 Sekunden übersprungen werden kann.

Die Auswahl der Clips, in denen die Anzeige erscheint, erfolgt über den sogenannten Fan Finder: Hier filtert die Plattform alle Suchvorgänge und gesehene Videos der Nutzer nach ähnlichen Inhalten. Somit erscheint Ihre Kanalanzeige dort, wo es inhaltliche Ähnlichkeiten mit Ihrem Channel gibt, wodurch Sie also potenzielle Abonnenten erreichen.

Der Vorteil: Sie müssen lediglich die Anzeige erstellen und einreichen. Alles Weitere übernimmt die Plattform und es entstehen Ihnen auch keine Kosten.

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Mit einer Kanalanzeige können Sie auf Ihren Kanal aufmerksam machen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Da die Nutzer Ihre Anzeige bereits nach 5 Sekunden überspringen können, sollte Ihr Inhalt prägnant, ansprechend und kompakt sein. Dazu finden Sie auch Best Practice-Beispiele.

4. Branding

Unter diesem Punkt können Sie Ihr Kanallogo als Wasserzeichen in jedem Ihrer Clips hinterlegen und damit Ihren Wiedererkennungswert steigern.

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Nutzen Sie das Wasserzeichen Ihres Kanals in jedem Video, um Ihren Wiedererkennungswert zu erhöhen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

 

5. Erweitert

Für eine bessere Auffindbarkeit, Sichtbarkeit und Reichweitenentwicklung finden Sie hier noch weitere Einstellungen.

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Unter “Erweitert” finden Sie weitere Einstellungen für bessere Auffindbarkeit und Sichtbarkeit. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Zum einen können Sie Stichwörter festlegen, unter denen Ihr Channel bei Suchanfragen des Nutzers in der Ergebnisliste erscheint. Hier ist es natürlich ratsam, relevante Keywords Ihrer Zielgruppe zu verwenden.

Zur Erhöhung der Abonnentenzahlen kann auch die Einstellung „Kanalempfehlung“ beitragen, durch die Ihre Inhalte bei anderen Videos dem Zuschauer vorgeschlagen werden.

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Spielen Sie Ihre Videos im kontextuellen relevanten Umfeld aus mit Hilfe der “Kanalempfehlungen”. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Zum anderen können Sie Ihr AdWords-Konto (falls vorhanden) mit Ihrem Youtube Channel verbinden und dadurch, zumindest kurzfristig, Reichweite generieren. Dies ersetzt jedoch nicht die organische Gewinnung von Abonnenten, die in der Regel eine höhere Haltbarkeit und auch ein größeres Commitment aufweisen (Anzeigen werden dem User im Vornherein „oben“ oder am rechten Rand in der Suchliste angezeigt, generische Suchergebnisse erscheinen dagegen aufgrund des relevanten Contents und damit wegen dessen Nützlichkeit für den User). Ein höheres Commitment steigert wiederum die Wahrscheinlichkeit, diese in zahlende Kunden zu wandeln.

YouTube Analytics

Alle Anstrengungen für die Gewinnung und den Ausbau von Abonnenten und letztlich deren Modifizierung in zahlende Kunden müssen sich schließlich nach Kosten und Aufwand messen lassen. Dies ist ebenso auf youtube.com möglich: Einerseits durch eine Verknüpfung Ihres Kanals mit Google Analytics. Dazu müssen Sie Ihre eigene Property-Tracking-ID eingeben.

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Messen Sie Ihren Erfolg mit YouTube-Videos direkt in Google Analytics mit der Property-Tracking-ID. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Daneben bietet die Plattform selbst das Tool YouTube Analytics, wodurch Sie immer einen Überblick haben, wie sich Ihre Maßnahmen auswirken.

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Youtube-Analytics zeigt Ihnen, ähnlich wie Google Anayltics. wie Ihre Videos performen. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Das Analysetool gibt Ihnen diverse interessante Informationen:

    • Zur Wiedergabezeit:
      Hier sehen Sie, wie hoch die gesamte Abspieldauer aller Videos ist. Das bedeutet, Sie bekommen ein Bild davon, welche Clips von Anfang bis Ende vom Zuschauer wiedergegeben wurden.
    • Zur Zuschauerbindung:
      Hier zeigt sich, wie lange ein Clip im Durchschnitt angeschaut wird. Dies ist vor allem interessant im Hinblick darauf, ob und wann die Mehrzahl der User das Video abbricht (oder auch bis zum Ende ansieht). Ist die durchschnittliche Wiedergabezeit eher länger, sind die User anscheinend bereit (bei geeignetem Content), auch längere Clips zu konsumieren. Werden die Clips eher kürzer angesehen, sollte eventuell der Schwerpunkt mehr auf kompakte Inhalte gelegt werden (und damit kürzere Videos).
    • Zu Wiedergabeorten:
      Von wo konsumieren die User Ihre Inhalte? Dabei wird unterschieden, ob der Clip direkt auf Ihrer YouTube Seite oder auf einer externen Website oder sogar in einer App aufgerufen wird.
    • Zu Zugriffsquellen:
      Unter diesem Button erfahren Sie, wie der User auf Ihren Clip aufmerksam geworden ist. Wie bereits bei den „Wiedergabeorten“ wird auch hier zwischen dem YouTube Kanal, einer externen Website und App unterschieden.
    • Zu Geräten:
      Gerade in Hinblick auf die starke und stetig steigende mobile Nutzung auf mobilen Devices ist es für Sie interessant, von welchen Geräten aus Ihre User auf Ihren Channel zugreifen. Daneben erfahren Sie ebenso, welches Betriebssystem jeweils hinter den Geräten steht. Somit können Sie auch technische Spezifikationen bei Ihren Inhalten vornehmen oder verbessern.
    • Zu Berichten zur Interaktion:
      Hierunter finden Sie alle Informationen zu den Aktivitäten Ihrer Community, aufgeschlüsselt nach Anzahl der Abonnenten, Kommentare, positiven und negativen Bewertungen sowie ob Ihre Clips geteilt oder einer Playlist hinzugefügt wurden.

Mit diesen und weiteren Funktionen ist folglich möglich zu messen, welche Inhalte in der Community gut ankommen. Gleichzeitig erhalten Sie Aufschluss darüber, welche Punkte gegebenenfalls noch angepasst werden können oder sollten.

Wie Sie Ihren Content richtig präsentieren

„Video Tools“ ist das Handwerkszeug für die Bearbeitung Ihrer Inhalte. Indem Sie Audio und Video-Sequenzen in den Editor ziehen, können Sie beides zusammenstellen, mit Musik und Soundeffekten unterlegen, sowie Bilder, Übergänge und Text(e) hinzufügen.

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Mit dem “Video-Tool” können Sie Ihre Clips bearbeiten. (Für eine vergrößerte Darstellung, klicken Sie auf das Bild)

Auch wenn im Nachgang dank der unzähligen Bearbeitungsprogramme vieles korrigiert werden kann, sollten bereits bei der Erstellung eines Clips grundsätzliche Aspekte berücksichtigt werden:

  • Bildqualität: Zwar müssen Ihre Videos nicht zwangsläufig absolut professionell gedreht werden (die Verwendung der Smartphone-Kamera ist absolut zulässig!), allerdings sollte der Nutzer ein klar erkennbares und scharfes Bild sehen können – denn nichts ist schlimmer als verwackelte und unscharfe Aufnahmen, bei denen fast nichts zu erkennen ist. Ein absoluter Pain Point für jeden Zuschauer!
  • Tonqualität: Auch hier gilt: Die Audio-Sequenz muss deutlich zu verstehen sein. Insbesondere im Freien ist es wichtig, Störgeräusche und Rauschen zu vermeiden. Die entsprechende Ausrüstung ist es wert, denn wer schaut sich länger als 10 Sekunden ein Video an, bei dem nur ein Rauschen zu hören ist?
  • Dauer: Die Abspieldauer ist zum Teil abhängig vom Inhalt, den Sie präsentieren wollen. Ein Tutorial benötigt sicherlich mehr Zeit als ein Zusammenschnitt von Impressionen einer Veranstaltung. Eine Länge von 8 bis 12 Minuten ist jedoch eine gute Richtgröße. Außerdem muss auch hier die Zielgruppe beobachtet (präferiert sie eher längere Videos?) und verschiedene Formate getestet werden. Insgesamt können Sie mit kürzeren Videos starten, damit die User einen schnellen Überblick zu Ihrem Angebot erhalten und die Dauer kein Argument gegen den Klick auf „Play“ ist (Stichwort allgemeiner Zeitmangel). Hier hilft Ihnen natürlich auch die Auswertung über Analytics (s.o.).
  • Vertonung und Mimik: Wenn Sie Sachverhalte erklären oder etwas erzählen, ist auf eine klare Aussprache (außer Ihr Erkennungsmerkmal ist z.B. ein bestimmter Dialekt), ein möglichst natürlicher Tonfall sowie der Körperhaltung zu achten.
  • Kulisse: Der Ort, an dem Sie drehen, ist natürlich frei wählbar, je nachdem, was Ihr Thema ist. Wie bereits unter „Tonqualität“ erwähnt, sind Außenaufnahmen wegen Störgeräuschen aufwendiger als Innenaufnahmen. Zudem ist abzuwägen, welche Rolle der Hintergrund für den Inhalt spielt und dass dieser nicht vom eigentlichen Thema ablenkt. So spielt die Kulisse z.B. für das Thema „Plätzchen backen“ natürlich eine größere Rolle (hier ist die Küche der ideale Ort) als für das Thema „Was ist Content Marketing?“.
  • Inhalt: Hier gilt: Die Inhalte müssen den Nutzer „fesseln“, sodass er länger als ein paar Sekunden zusieht. Das ist auch deshalb bedeutsam, damit der Zuschauer wiederkehrt und Ihre Inhalte nicht als „langweilig“ abstempelt. Im besten Fall wird er natürlich Abonnent. Weiterhin sollte auch beachtet werden: Weniger ist mehr: Ein Überfrachten mit Infos und vielen Effekten ist eher störend für den User und es besteht die Gefahr, dass die „Message“ Ihres Clips untergeht. Statt viel Inhalt in ein einziges Video zu zwängen, teilen Sie ihn stattdessen lieber auf mehrere auf, wodurch Sie wiederum mehr Content produzieren und dem Nutzer regelmäßig verschiedene Inhalte anbieten.

Neben der reinen Produktion Ihres Contents spielt auch die Struktur Ihres Kanals eine wichtige Rolle. Denn der Nutzer sollte bequem und einfach erkennen können, was Sie in Ihrem Channel bieten, z.B. mit einem kurzen Trailer. Dieser kann dann den einzelnen Clips vorgeschaltet werden, sobald ein Zuschauer jedoch Ihren Channel abonniert, sieht er diese nicht mehr. Für eine klare Übersicht nutzen Sie die Video Play Listen: Clips, die ein ähnliches Themenspektrum abdecken, können zu einzelnen Play Listen zusammengefügt werden. Natürlich sollten gleichzeitig am Ende weitere Vorschläge von Ihrer Seite angezeigt werden (wenn möglich, zu ähnlichen Themen).

Schließlich verhält es sich mit einem YouTube Account oftmals wie mit einem Dachboden: Es sammelt sich eine Vielzahl an Dingen an, die jedoch nicht mehr gebraucht und aktuell sind. Deshalb: Sortieren Sie ab und zu aus! Videos, die keine Views mehr generieren und veraltet sind, sollten entfernt werden. Denn welchen Nutzen haben Ihre Abonnenten und potenziellen Interessanten noch davon?

Ziel Ihrer Clips ist es in der Regel, Abonnenten und damit Reichweite zu generieren. Dieses Thema knüpft eng an einen weiteren Punkt an: Das Kaufen von Fans, gerade zum Start des Kanals.

Was nützen gekaufte Abonnenten auf youtube.com?

Ohne eine gewisse Größe des Publikums, das Ihren Aktivitäten folgt, kommentiert oder liked, werden Ihr Channel und damit Ihre Inhalte nicht wahrgenommen. Durch zu wenige Fans (gemessen am Wettbewerb oder der eigenen Zielsetzung), geht man in der Vielzahl der Angebote oft unter und erreicht die gewünschte Bekanntheit nicht. Zu wenige Abonnenten können ebenso dazu führen, dass interessierte User dies als “abschreckend” empfinden und so den Kanal nicht abonnieren. Dieses Phänomen kennt man aus dem Alltag: Gehen Sie in ein Ihnen unbekanntes Restaurant, wenn dieses z.B. abends fast menschenleer ist? In der Regel nimmt man dies als Indiz, dass das Restaurant nicht so beliebt und damit auch nicht so gut ist. Im umgekehrten Fall schließt man aus einem gut besuchten Lokal, dass dieses auch eine gute Küche hat – der berühmte “Volle-Kneipe-Effekt”.

So verhält es sich auch mit den Abonnenten auf youtube.com (und mit den Followern und Fans auf vielen anderen Social Networks, wie z.B. bei Facebook: Eine hohe Zahl von Followern signalisiert interessierten Usern, dass das Angebot gut ist und verringert so die Hemmschwelle, dieses Angebot auszuprobieren. Daher ist es verständlich, dass viele Unternehmen mit ihrer Strategie sehr schnell sehr hohe FollowerZahlen erzielen möchten. Neben dem mühsamen Weg, mit Inhalten Sichtbarkeit aufzubauen, bieten hier verschiedene Agenturen die Option, für den eigenen Kanal entsprechende User als Abonnenten zu kaufen. Oft werden verschiedene Kombi-Pakete angeboten, mit denen in einem bestimmten Zeitraum eine gewisse Anzahl an Abonnenten erzeugt wird. Teilweise können Sie sogar Bewertungen erwerben. Eines vorweg: Das Kaufen von Abonnenten ist zunächst nicht rechtswidrig. Die Frage ist vielmehr, was die Auswirkungen für Ihren Channel und Ihr Unternehmen sind! Denn Folgendes sollten Sie beachten:

  1. Passive Fans: Bei den gekauften Abonnenten handelt es sich nicht um aktive Fans. Das heißt, das diese nicht mit Ihrem Channel interagieren oder sich irgendwie sonst für Ihre Anstrengungen interessieren und somit in der Regel nicht zu Kunden umgewandelt werden können. Es handelt sich um reine Kosmetik.
  2. Imageschaden: Bei Bekanntwerden, dass Sie Abonnenten gekauft haben, nimmt Ihre Reputation bei den wirklichen Fans Schaden und es kann genau der umgekehrte Effekt eintreten: Ihre „echten“ Follower wenden sich von Ihnen ab und meiden Ihren Kanal. Dieser Imageschaden bleibt zudem nicht unbedingt „nur“ auf YouTube beschränkt, sondern verbreitet sich auch über weitere Medien und damit ebenso in Ihrem gesamten Kundenkreis. Stellen Sie sich die “volle Kneipe” vor, wenn herauskommt, dass die Gäste gekauft sind!
  3. Kanalsperrung: Unter Umständen kann auch YouTube Ihren Account sanktionieren und im schlimmsten Fall wird dieser sogar geschlossen.

Umgekehrt bedeutet dies für die organische Generierung von Abonnenten:

  • Interaktion: Reale Fans abonnieren Ihren Kanal aus echtem Interesse, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese Ihre Clips bewerten oder kommentieren. Sie können also wertvolles Feedback von ihnen erhalten, das Sie für Ihre weiteren Aktivitäten oder auch direkt für die Produktentwicklung verwerten können. Außerdem steigt durch die Interaktion auf Ihre Seite deren Sichtbarkeit bei YouTube (denn Interaktion bedeutet, dass Nutzer den Channel als nützlich erachten, was wiederum mit einem besserem Ranking der Plattform “belohnt” wird)
  • Commitment: Bei echten Fans ist im vornherein das Commitment mit Ihren Inhalten vorhanden bzw. höher, wodurch diese auch empfänglicher für weitere Aktivitäten von Ihnen sind. So lassen sie sich oftmals leichter auf die eigene Website leiten und erhöhen damit den Traffic, der wiederum auf die Visibility im Netz (vor allem Google) einzahlt.
  • Earned Media: Anders als gekaufte Fans, die keinerlei Interesse an Ihrem Channel haben oder zeigen, sind echte Abonnenten auch bereit, Ihre Inhalte an Freunde weiterzuempfehlen oder auch auf anderen Social Media Kanälen zu verteilen – Sie erhalten folglich eine kostenlose Distribution Ihres Contents, damit also Earned Media. Dies ist wiederum ideal, um noch mehr interessierte Personen zu erreichen und damit Ihre Reichweite aufzubauen.

Auch wenn es aufwendiger ist: Mit „klassischem“ Marketing sind Sie auf der sichereren Seite. „Klassisch“ bedeutet hier: Sie müssen mit Ihren Inhalten die YouTube Nutzer von Ihrem Kanal überzeugen und so eine Beziehung auf- und ausbauen. Ihr Content ist damit ausschlaggebend für Ihre Reichweite.

Welcher Content gewinnt Fans?

Wir haben gesehen: Das Kaufen von Fans bringt allenfalls einen kurzfristigen Effekt und birgt einige Risiken. Um langfristig Erfolg zu haben, ist demnach der Aufbau einer organischen Reichweite sinnvoller. Hier gilt: Nur mit dem richtigen Content überzeugen Sie User von sich und Ihrem Channel und bauen damit eine Community auf, die Ihnen wertvolles Feedback gibt und die auch in Leads und sogar zu zahlenden Kunden gewandelt werden kann. Doch welcher Content ist dazu geeignet?

Zunächst sollten Sie hier Ihre Zielsetzung betrachten. Die Erstellung und Nutzung Ihres Channels geht einher mit einem definierten Ziel, das sich aus Ihrer gesamten Marketingstrategie oder Social Media Strategie ergeben sollte. Und je nachdem, was Sie erreichen wollen, muss Ihr Content gestaltet werden. Mögliche Ziele könnten sein:

  • Möchten Sie als Unternehmen Mitarbeiter rekrutieren?
    Dabei könnten Inhalte sein: Besondere Merkmale Ihrer Firma, wie familienfreundlich (firmeneigene Kita=?), viele Weiterbildungsmöglichkeiten, gute Karrierechancen, u. v. m.
  • Soll der Bekanntheitsgrad gesteigert werden?
    Hier könnten Sie Inhalte präsentieren wie: Vorstellung Ihrer Firma, von Referenzkunden oder von erfolgreichen Projekten, u. v. m.
  • Soll das Image der Marke / des Unternehmens verbessert werden?
    Hier können Sie sich an dem Motto „Tu Gutes und Sprich darüber“ orientieren: Ihr Engagement für Umwelt, bedürftige Menschen, lokale Projekte, u v. m.
  • Soll die Kundenbasis für ein bestimmtes Produkt / Marke erweitert werden oder eine neue / weitere Zielgruppe erschlossen werden?
    Hier zeigt sich, wie Sie YouTube ideal für Content Marketing nutzen können. Um die Zielgruppe von sich und seiner Leistungen zu überzeugen reicht es nicht, deren Vorteile in den Mittelpunkt zu stellen und lediglich den Fokus auf „Kauft, weil Produkt oder Marke XY toll ist“, zu legen. „Help, not Hype“, ist der Zauberspruch von Jay Bear, einem der führenden amerikanischen Marketingexperten. Das bedeutet: Sie sollten dem Kunden bei seinen Problemen eine wirkliche Hilfe anbieten und keinen „Hype“ um sich, Ihre Marke oder Produkt veranstalten. Seien Sie stattdessen für Ihre Zielgruppe der qualifizierte Ansprechpartner für Fragen rund um ein bestimmtes Themenfeld, auch wenn es noch keine zahlenden Kunden sind. Dadurch bauen Sie Vertrauen zu Ihren möglichen Kunden auf und erhöhen dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass diese zu zahlenden Kunden werden.
    Nehmen wir das Beispiel eines Herstellers von hochwertigen Küchenmessern. Statt Clips zu drehen, welche Vorteile dieses Küchenmesser im Gegensatz zu den günstigeren Varianten hat, kann sich dieser als Experte rund um das Thema „Herstellung und Pflege von hochwertigen Küchenmessern“ etablieren. Wie unterscheiden sich Küchenmesser, wie werden sie hergestellt, für welche Art des Schneidens ist welches Messer zu gebrauchen, wie können diese gepflegt werden und wie sind sie zu schärfen? All das sind Fragen, mit denen sich Menschen beschäftigen, die gerne kochen und dazu hochwertige Messer verwenden. Natürlich kann das Angebot noch um diverse Kochrezepte abgerundet werden. Das Ziel des Herstellers ist demnach nicht (in erster Linie), mit dem Video Werbung für seine Küchenmesser zu platzieren, sondern dem Nutzer Informationen zu bieten, die dieser theoretisch für jedes Messer beliebiger Marken nutzen kann. Der Hersteller positioniert sich also als kompetenter Partner in Fragen zu Küchenmesser aller Art. Sucht nun der Zuschauer tatsächlich ein hochwertiges Schneidwerkzeug für die Küche, dann wird er dieses sehr wahrscheinlich bei diesem Hersteller seines Vertrauens kaufen. Folglich erweitern Sie Ihren Kundenstamm nicht mit profanen „Kaufaufforderungen“, stattdessen bieten Sie einen wirklichen Mehrwert, der dem jeweiligen Personenkreis bei Fragen oder Problemen hilft.

Ihre Clips sollten also den Zuschauern auf deren Bedürfnisse und Fragen zugeschnittene Informationen liefern. Gerade für Unternehmen in Nischenmärkten findet sich so die Chance, das vorhandene Expertenwissen gezielt an den präferierten Personenkreis auszuspielen und sich dort als DIE Plattform für ein bestimmtes Segment zu positionieren. Die Wahl des Contents ist demnach immer abhängig von und anzupassen an die jeweiligen Bedürfnisse der Zielgruppe, die sich aus deren Suchanfragen bei Google und/oder YouTube filtern lassen.

Zwei wichtige Punkte sind, neben dem Content, auf dem Weg zur Gewinnung von Abonnenten noch zu beachten:

  • Posten Sie regelmäßig neue Inhalte. Nichts ist schlimmer, als ein „ungepflegter“ und veralteter Channel.
  • Auf Kommentare (positiv und kritisch) sollte immer möglicht zeitnah geantwortet werden, denn die User zeigen Engagement, indem sie mit Ihnen in Kontakt treten und verdienen eine Antwort.

Fazit: Erfolg auf youtube.com ist abhängig vom Content

Insgesamt zeigt sich, dass der organisatorische Aufbau eines eigenenChannels für Unternehmen relativ einfach ist. Ausschlaggebend für den Erfolg sind jedoch v.a. Qualität und Regelmäßigkeit des geposteten Contents.
Bei der eigentlichen Video-Produktion sollte auf Qualität gesetzt werden, auch wenn nicht zwangsläufig ein absolutes Profi-Set an Kamera und Mikro gekauft werden muss. Vor allem ist aber darauf zu achten, dass in Hinblick auf die steigenden mobilen Zugriffszahlen, die visuellen Inhalte für Handy & Co. kompatibel und die Ladezeiten entsprechend optimiert sind.
Um von der Größe der Community auf youtube.com zu profitieren und einen langfristigen Erfolg Ihres Channels auf- und auszubauen, müssen Sie dem Publikum immer relevanten und nützlichen Content bieten. Damit zeigt sich: YouTube ist eine geeignete Plattform für Content Marketing und kann ein relevanter Teil Ihrer Content Marketing-Strategie sein, denn nur so generieren Sie engagierte Abonnenten, die Sie langfristig für sich nutzen können.
Viel Erfolg!
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