Wie Sie Ihre Präsentation gestalten sollten, um Ihren Chef zu überzeugen, dass es sich lohnt in Ihre Content Marketing-Strategie weiter zu investieren

10 Tipps für mehr Content Marketing-Investitionen

Zeit ist Geld

Zunehmend mehr Unternehmen realisieren, dass es von großem Nutzen für sie ist, in Content Marketing zu investieren. Dennoch gibt es gleichzeitig zahlreiche Firmen, die die Strategie entweder nicht zu ihrem Vorteil richtig nutzen oder über zu wenig Budget verfügen.

Um Ihren Chef für Content Marketing und für mehr Budget zu gewinnen, ist es ausschlaggebend, eine plausible Argumentation aufzuweisen. Nur so sind Sie in der Lage zu zeigen, dass sich die zusätzlich anfallenden Investitionen für Zielgruppenanalyse, Content-Produktion, Distribution und Analyse lohnen.

Abe wie überzeugen Sie Ihren Chef überhaupt oder weiter in die digitale Reichweitenstrategie zu investieren? Die Antwort liefert uns freundlicherweise einer der Top Content Marketing- Experten: Neil Patel. Er zeigt, wie Sie sich optimal auf eine Diskussion mit Ihrem Vorgesetzten vorbereiten und mit welchen Widerständen Sie zu rechnen haben:

Phase 1: Das einheitliche Content Marketing-Verständnis

Nur weil Ihr Chef weiß was Content Marketing bedeutet, heißt das noch nicht, dass er darunter dasselbe versteht wie Sie. Das Basic-Wissen über notwendige Recherchen zur Zielgruppe (Stichwort Buyer Persona) oder Keywords genauso wie zu Formaten und die Auswahl der richtigen (Social Media-) Kanäle, sollte deshalb ein ausführlicher Teil Ihrer Präsentation darstellen.

Denn Sie können Ihren Chef nur für etwas gewinnen bzw. von etwas überzeugen, das er auch versteht.

Phase 2: Der Nutzen des Invests

Vergewissern Sie sich, dass Sie in der Präsentation den Nutzen der Investition klar darstellen, beispielsweise genauso wie Sie das Nutzenversprechen eines Produktes ihren Kunden gegenüber verkaufen würden. So laufen Sie nicht Gefahr, dass Sie ausschließlich bei den technischen Aspekten von Content Marketing während ihrer Präsentation verharren.

Konzentrieren Sie sich auf Themen wie Schulungen, Bildung, Entwicklung einer Kundenbeziehung, Unterhaltung – also Elemente, die die Kundenbindung stärken und so positiv die Gewinnerwartungen beeinflussen können. Es ist zudem ein guter Zeitpunkt zu verdeutlichen wie die Content Marketing Strategie und Ihre Unternehmensziele zusammenpassen.

Phase 3: Ihre Kennzahlen

Natürlich interessiert vor allem, welche Effekte durch die Strategie zu erwarten sind. Zwar interessiert in der Regel vor allem der zu erwartende ROI, aber auch andere Ziele wie mehr Traffic, Bekanntheit oder Engagement können Erfolge sein. Und dazu sollten Sie folgende Kennzahlen aufführen:

  • Erhöhte Verweildauer auf der Seite
  • Neuer Traffic, der neue Leads in den Sales Funnel bringt
  • Erhöhte Opt- Ins
  • Umsatzerlöse, die auf Mail Kampagnen zurückzuführen sind

Sie können außerdem externe Daten nutzen, wie beispielsweise Fallstudien, Recherchen,  Trends oder Benchmark Berichte.

Phase 4: Der Wettbewerbsvorteil

Eine gute Chance Ihren Chef für eine (erweiterte) Content Marketing Strategie gewinnen zu können, ist eine Analyse was der Konkurrent für Content Leistungen erbringt. Ein weiterer Aspekt besteht darin zu erklären wie Sie durch den Ansatz Ihrem Unternehmen einen Vorsprung gegenüber Ihrer Konkurrenz bringen und dadurch mehr Marktanteil für sich gewinnen können.

Phase 5: Die Unternehmensziele

Natürlich sollten Sie Content Marketing immer im Kontext mit Ihrer gesamten Unternehmensstrategie betrachten. Deshalb sollten Sie diesen Zusammenhang deutlich präsentieren, indem Sie zeigen, wie der Plan auf die übergeordneten Business-Ziele einzahlt.

Hierbei können Sie mögliche Ziele verwenden wie:

  • Verbesserte Visibility und Markenbewusstsein
  • Improved thought leadership = verbesserte gedankliche Führung?
  • Häufigere, qualitativ hochwertigere und zahlreichere Leads
  • Reduzierte Kosten für die Kundenakquisition
  • Höhere Kundenzufriedenheit
  • Reduzierte Kundenabwanderungen

Dies stellt außerdem nochmals die Möglichkeit dar, auf Fallbeispiele anderer Unternehmen einzugehen, die ähnliche Taktiken verfolgen wie Sie. Dadurch zeigen Sie, dass sich Druck im Kampf um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe steigt und Sie sich entsprechend positionieren sollten.

Phase 6: Seien Sie für Einwände vorbereitet

Selbstverständlich werden Sie in den meisten Fällen auch auf Widerspruch oder Bedenken Ihres Chefs stoßen. Bereiten Sie sich also auch auf mögliche Verhandlungsvorschläge oder Rückschläge vor. Argumente Ihres Chefs auf die Sie sich vorbereiten sollten, könnten sein:

  • Die Menschen wollen gar nicht noch mehr von uns hören
  • Lassen Sie uns unsere Ressourcen verschieben: Begrenzen Sie alte Kampagnen, um mehr Budget für neue zu gewinnen
  • Wir haben kein Budget für Content Marketing
  • Wir vergeben schon zu viel Budget
  • Wir wollen nicht mehr Mitarbeiter einstellen

Phase 7: Lösungsvorschläge für anfallende (Mehr)-Kosten und Ressourcen

Verdeutlichen Sie wie Sie mögliche knappe Ressourcen umgehen können. Stellen Sie klar, dass Sie niemand zusätzlichen einstellen müssten und die anfallenden Kosten beispielsweise durch strategisches Outsourcing verringert werden können.

Diskutieren Sie nicht nur wieviel die Ausweitung des Content Marketings kosten würde, sondern vergewissern Sie sich auch, dass Sie erläutern was Sie zugleich einsparen können. Beziehen Sie sich hierbei auf die zuvor erläuterten Kennzahlen (Argument 3):

  • Reduzierte Kosten bei der Kundenakquisition
  • Erhöhte Anzahl von Leads durch die organische Suche und Content
  • Reduzierte Belastung durch Betreuung von Service Teams durch top-of-Funnel Content
  • Verbesserte Umlaufgeschwindigkeit durch Lead Verschluss (closure) durch die strategische Beziehung von Verkauf und Content Marketing

Phase 8: Das „Wir sind nicht interessant genug“- Argument

Egal welcher Branche Ihr Unternehmen angehört, Ihre potenziellen und derzeitigen Kunden werden immer Fragen zu Ihrem Produkt haben. Verdeutlichen Sie, dass Sie mit Hilfe von Content Marketing das Unternehmen in ein helfendes, Problem lösendes und im Gegenzug aber nicht forderndes Unternehmen für den Kunden verwandeln können.

Widerlegen Sie dieses Argument durch die Fragen und Bedürfnisse Ihrer Kunden, die Sie durch gezielten Content lösen können.

Phase 9: Das „Verschieben der Ressourcen“ Argument

Ein häufiger Vorschlag des Management besteht darin, Budgets bzw. Ressourcen zu verlagern. Dass das nicht unbedingt sinnvoll ist, erklärt Neil am folgenden Beispiel: Wenn Sie im übertragenen Sinne ein Fass füllen wollen, drehen Sie nicht den einen Hahn zu, um einen anderen aufdrehen zu können- Sie drehen so viele Hahne auf wie Sie zur Verfügung haben, um mehr Wasser in das Fass zu füllen.

Daher lautet sein Appell: Nützen Sie ihre Daten von früheren Kampagnen um zu zeigen, dass praktisch jede Kampagne eine Anlaufphase hat, die unumgänglich etwas Zeit braucht bis Erlöse erzeugt werden. Daraus resultierend wäre es nicht förderlich Kampagnen zu streichen, um neue ins Leben rufen zu können.

Phase 10: Das „wir geben zu viel“ Argument

Sobald Sie Ihr Wissen teilen, also die Suchanfragen Ihrer Nutzer beantworten, präsentieren Sie natürlich Ihre Expertise für jedermann freizugänglich – also auch für die Konkurrenz. Und das führt bei einigen Verantwortlichen zu Unbehagen. Diese sind jedoch unbegründet, denn Sie besitzen folgenden Vorteil: Sobald der Kunde merkt, dass Sie seine Interessen und Probleme erkennen und ansprechen bzw. lösen, wird er das Produkt bei Ihnen und nicht bei einem ihrer Konkurrenten erwerben.

Fazit

Wenn Sie sich auf eine Präsentation vorbereiten, sollten Sie eine Strategie entwickeln um ihre Vision logisch und nachvollziehbar vorzustellen und auch die daraus resultierenden zu erwartenden Ergebnisse erläutern.

Selbst wenn es sich um ein Pilotprojekt handeln sollte, ist eine detaillierte Vorstellung der Umsetzung, der Verantwortung, der Content Entwicklung, die Kostenverteilung, der Vertrieb, die Werbung und die  damit verbundene Erfolgsmessung wichtig.

Das Einzige was dann noch zu tun ist, ist vor allem Argumente auf mögliche Einwände liefern zu können.

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